Souveränität in der Hochleistungs-Kultur: Wenn der Beruf zur Belastung wird
- Davina Kindervatter

- 8. Jan.
- 2 Min. Lesezeit

Der Wirtschaftsstandort Zug ist geprägt von einer beeindruckenden Dynamik. Zwischen globalen Konzernen und innovativen KMU gehören hohe Einsatzbereitschaft und Exzellenz zum Standard. Doch die Anforderungen an Fachkräfte und Spezialisten sind in den letzten Jahren massiv gestiegen. In einem Umfeld, das auf permanente Optimierung ausgerichtet ist, stellt sich eine kritische Frage: Wo bleibt der Raum für die persönliche Kraft derer, die den Motor am Laufen halten?
Die unsichtbare Erwartung der Perfektion
Wer im Kanton Zug arbeitet, bewegt sich oft in einem Umfeld mit sehr hohen Standards. In einer Kultur, die Erfolg über sichtbare Ergebnisse definiert, wird die eigene Erschöpfung oft lange Zeit ignoriert. Man möchte mithalten, die Erwartungen der Vorgesetzten, des Teams oder der Kunden erfüllen – und oft sind es die eigenen Ansprüche, die am schwersten wiegen.
In meiner 20-jährigen Tätigkeit im internationalen C-Level-Umfeld habe ich erlebt, wie schmal der Grat zwischen Engagement und schleichender Überlastung ist. Viele Berufsleute funktionieren im Alltag tadellos, während die innere Energie bereits spürbar abnimmt. Man erledigt seine Aufgaben, verliert aber die Freude am Gestalten und die Distanz zum stressigen Berufsalltag.
Reflexion als Schlüssel zur Zufriedenheit
Aktuelle Entwicklungen zeigen, dass die psychische Belastung am Arbeitsplatz heute fast alle Branchen betrifft. Doch gerade in einer Leistungsgesellschaft ist die eigene Klarheit die wichtigste Ressource. Echte Souveränität im Beruf zeigt sich nicht im grenzenlosen Durchhalten, sondern in der bewussten Steuerung der eigenen Kräfte.
Wann haben Sie sich das letzte Mal die Frage gestellt, ob Ihr aktuelles Tempo noch zu Ihren langfristigen Lebenszielen passt? Im dichten Terminkalender geht dieser Raum für Reflexion oft als Erstes verloren. Dabei ist ein bewusstes Innehalten kein Zeichen von Schwäche, sondern eine notwendige Voraussetzung, um langfristig motiviert und gesund zu bleiben.
Ein geschützter Raum für neue Perspektiven
Es ist Zeit, die eigene mentale Gesundheit als das zu betrachten, was sie ist: die Basis für jeden beruflichen Erfolg. Um in einer anspruchsvollen Arbeitswelt nicht nur zu "funktionieren", sondern wirksam und zufrieden zu bleiben, hilft oft ein Blick von aussen – fernab vom gewohnten Büroalltag.
Ein professionelles Coaching oder Mentoring bietet diesen vertrauensvollen Rahmen. Es geht darum, die eigene Rolle zu reflektieren, Prioritäten neu zu setzen und die Balance zwischen beruflichen Anforderungen und persönlichem Wohlbefinden wiederherzustellen. Denn nur wer lernt, sich selbst achtsam zu führen, kann den beruflichen Weg auch langfristig mit Freude gehen.
Fühlen Sie sich angesprochen? Lassen Sie uns in einem unverbindlichen Erstgespräch in Zug oder online über Ihre Situation sprechen.



Kommentare