Fachkräftemangel trifft auf KI: Die neue Formel für berufliche Relevanz
- Davina Kindervatter

- 8. Jan.
- 2 Min. Lesezeit

Wir befinden uns in einer paradoxen Zeit. Während Unternehmen im Kanton Zug händeringend nach qualifizierten Fachkräften suchen, wächst gleichzeitig die Verunsicherung in den Büros: „Wird künstliche Intelligenz (AI) meinen Job bald überflüssig machen?“
Die Wahrheit ist: Der Fachkräftemangel und der Aufstieg der KI sind keine Gegenspieler. Sie sind zwei Seiten derselben Medaille, die unsere Arbeitswelt grundlegend verändern.
KI ersetzt keine Fachkräfte – sie ersetzt Aufgaben
In einem Umfeld wie Zug, das von Effizienz getrieben ist, wird KI zur neuen Grundausstattung. Doch KI ersetzt nicht den Menschen, sondern vor allem repetitive, datenbasierte Aufgaben. Das eigentliche Problem ist nicht der Mangel an Köpfen, sondern der Mangel an Zeit für das Wesentliche.
Hier liegt die Chance: KI kann uns von der administrativen Last befreien, die oft zu der Erschöpfung führt, über die wir heute so oft sprechen. Doch das setzt voraus, dass wir lernen, diese Werkzeuge aktiv zu steuern, anstatt uns von ihnen bedroht zu fühlen.
Die „Human Skills“ werden zur neuen Hard Currency Je mehr die KI Aufgaben übernimmt, desto wertvoller wird das, was eine Maschine nicht leisten kann. Im C-Level-Umfeld und in der spezialisierten Projektarbeit nennen wir das „Human Edge“:
Intuition und Empathie: Komplexe menschliche Spannungsfelder in Teams lösen.
Strategische Ethik: Entscheidungen treffen, die über reine Datenlogik hinausgehen.
Kreative Problemlösung: Wege finden, wo es noch keine Daten zum Auswerten gibt.
Der Fachkräftemangel wird in Zukunft vor allem jene treffen, die sich weigern, ihre Rolle neu zu definieren. Die Frage ist heute nicht mehr: „Bin ich gut in meinem Handwerk?“, sondern „Wie nutze ich Technologie, um meine menschliche Expertise zu skalieren?“
Berufliche Neuorientierung im Zeitalter der Algorithmen
Egal ob Sie am Anfang Ihrer Karriere stehen oder auf 20 Jahre Erfahrung zurückblicken: Die Anpassungsfähigkeit ist heute wichtiger als das Diplom von gestern. In meinen Coachings in Zug erlebe ich oft, dass die grösste Hürde nicht die Technik selbst ist, sondern die Angst vor dem Kontrollverlust.
Wir müssen den Fachkräftemangel als Einladung verstehen, unsere Jobs „menschlicher“ zu machen. KI übernimmt das „Was“, wir konzentrieren uns auf das „Warum“ und das „Wie“.
Fazit: Souveränität durch Anpassung
Die Arbeitswelt von morgen braucht keine Angst vor der KI zu haben, solange wir in unsere eigene Weiterentwicklung investieren. Es geht darum, die eigene Positionierung zu schärfen und die „Human Skills“ ins Zentrum zu rücken.
Stehen Sie an einem Punkt, an dem Sie Ihre berufliche Rolle im Angesicht des technologischen Wandels neu definieren möchten? Lassen Sie uns gemeinsam herausfinden, wie Sie Ihre Erfahrung und die neuen Möglichkeiten der KI gewinnbringend kombinieren.



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